Verkehrswende: Ladesäulen für Dienstfahrzeuge von Senatsmitgliedern und StaatssekretärInnen

Im Rahmen einer weiteren Anfrage an den Senat wollte ich wissen, welche Senatsmitglieder, Staatsekretärinnen und Staatssekretäre, sowie Bezirksamtsmitglieder Hybrid- oder Elektrofahrzeuge nutzen (PDF-Datei). Gemäß der Antwort des Senats verfügen sechs Senatorinnen und Senatoren über Fahrzeuge mit reinen Verbrennungsmotoren. Zwar greifen einige Politikerinnen und Politiker auch auf hybride Fahrzeuge zurück – so z.B. Dilek Kalayci -, jedoch sieht es nicht so aus, als würde die Umsetzung der von Verkehrssenatorin Regine Günther anvisierten Verkehrswende in den nächsten Jahren erfolgreich sein. 

Günther strebt nämlich an, bis 2030 nur noch Elektroautos in der Berliner Innenstadt fahren zu lassen. Die Schritte, um dieses Ziel auch zu erreichen, müssen jetzt schon getan werden: nämlich indem beispielsweise Ladestationen für E-Autos gebaut werden. Auch wenn es bereits an manchen Bezirksämtern Ladestationen für E-Autos gibt, sind bei den meisten anderen Ämtern solche Stationen noch nicht einmal in Planung. Der Großteil der Senatsverwaltungen verfügt derzeitig noch über keine Ladestation.

In der Antwort des Senats heißt es außerdem, dass für die Umstellung von Verbrennungs- auf E-Motoren ein „quantitativ und qualitativ ausreichendes Herstellerangebot“ existieren muss. Dieses scheint es nach Ansicht des Senats allerdings noch nicht zu geben, weswegen der Senat offenbar nur auf emissionsarme Fahrzeuge setzt und nicht gänzlich auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verzichten wird.

Meiner Meinung nach müssen der Senat und insbesondere die Verkehrsverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen, wenn die Verkehrssenatorin den Berlinerinnen und Berlinern Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten will. Da allerdings momentan die Infrastruktur in punkto Ladesäulen, sowie das Angebot von E-Autos eher mäßig sind, dürfen private Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren weder verboten, noch deren Zufahrt in die City verhindert werden!