Serie: Was Berlin von New York lernen kann: Familienfreundliche Parks

central_parkDer Kaulsdorfer Abgeordnete Sven Kohlmeier hat im Sommer vier Wochen an einem Sprachkurs an der Columbia-Universtität teilgenommen. Über seine Eindrucke aus New York und was Berlin von New York lernen kann, berichtet Sven Kohlmeier seit Montag dieser Woche. An jedem Tag mit einem neuen Thema.

Freitag: Familienfreundliche Parks ohne Alkohol und Drogen

Es gab einige Empörung, als der Görlitzer Park zu einem „Drogenfreien Bereich“ erklärt wurde. Ich habe diesen Vorschlag unterstützt, weil der Handel mit Drogen für viele anderen Parkbesucher und Anwohner zu einer Belastung geworden ist. In New York würde man über diese Berliner Diskussion nur lächeln.

Der Central Park wird besonders am Wochenende von Familien mit Kindern, Studenten und Touristen bevölkert. Karussells sorgen für Amüsement für Kinder, verliebte Pärchen paddeln auf dem See im Central Park. Es wird gespielt, gesonnt und an einem der diversen Stände ein HotDog oder eine Cola bestellt. Das gleiche Bild im Bryant Park an der beliebten Shopping-Meile 5th Avenue hinter der Public Library. New Yorker entspannen nach der Arbeit, Touristen sonnen sich auf den Bänken und Kinder spielen auf der Wiese. Auch ich genieße die Zeit in den sauberen Parks. Ich trete in keinen Hundehaufen, ich werde nicht auf den Kauf von Cannabis angesprochen.

Ich frage mich, ob das nicht auch in Berlin vorstellbar wäre. Berlin hat viele Parks und Grünflächen: den Tiergarten, den Volkspark Friedrichshain, den Görlitzer Park, den Treptower Park, Monbijoupark, der Volkspark am Weinberg … vpark_policyielleicht könnte es ein Versuch wert sein, wenn der ein und andere Park in Berlin alkohol- und drogenfrei, mit angeleinten Hunden und nicht vermüllt ist. Für Familien, Kinder und ungestörtes Freizeitvergnügen. Es blieben genügend andere Parks in Berlin, in denen jeder nach seiner Facon seine persönliche Freiheit ausleben könnte.

In New York sind Drogen in Parks und in der Öffentlichkeit selbstverständlich verboten. Einen Joint in einer Ecke des Parks rauchen, wie es in Berlin möglich und üblich ist, ist in New York unmöglich. Ein Bier trinke ich in dem Café im Bryant-Park – mitnehmen in den Park natürlich streng verboten. Die Hunde werden von den Besitzern angeleint. Mit restriktiven Verboten sorgt New York dafür, dass die Parks – so das offizielle Schild an jedem Parkeingang –  zum „Vergnügen und Erholung“ von allen genutzt werden können. Verboten ist das Rauchen im gesamten Parkbereich, grillen (außer in extra ausgewiesenen Bereichen), Vermüllung, alkoholische Getränke und Drogen, unangeleinte Hunde.

 

Foto: Sven Kohlmeier im Central Park, Die New-Yorker Park-Regeln