Modulare Ergänzungsbauten für die Grundschule am Schleipfuhl – Bezirkliches Bauamt muss schneller werden

Seit Jahren platzt die Grundschule am Schleipfuhl in der Nossener Straße aus allen Nähten. Eigentlich ausgelegt für bis zu 546 Schülerinnen und Schüler, besuchen aktuell laut einer Anfrage von mir an den Senat aktuell 579 Kinder diese Schule. Aufgrund der zu niedrigen Raumkapazitäten werden Schülerinnen und Schüler täglich zur 7km entfernten Marcana-Gemeinschaftsschule gefahren. Die Kosten für den Transport belaufen sich auf 80.000€ pro Schuljahr.

Für Abhilfe sollen daher sogenannte modulare Ergänzungsbauten (MEB) sorgen. Diese Bauten bestehen aus bereits vorgefertigten Bausteinen und können schnell errichtet werden. Bereits 2018 hätten solche MEB auf dem Grundstück gegenüber der Schule aufgestellt werden sollen, doch der Bauantrag wurde abgelehnt, da eine sich seit den 90er-Jahren in Planung befindliche Tram-Linie die MEB vom Hauptkomplex der Schule trennen würde. Nach einem Jahr der Stagnation möchte der Bezirk nun selbst MEB aufstellen. Mit der konkreten Planung wurde bereits im August 2019 begonnen. Fertig gestellt werden die MEB voraussichtlich zum neuen Schuljahr 2020/ 2021.

Damit würde seit Jahren die Situation für die Schülerinnen und Schüler vor Ort verbessert werden. Fraglich ist jedoch, warum die Errichtung der MEB in Marzahn-Hellersdorf im Vergleich mit anderen Bezirken so lange benötigt. In Charlottenburg-Wilmersdorf beispielsweise vergeht weniger Zeit zwischen Finanzierungszusage und Eröffnung der MEB.

Seit Jahren engagiere ich mich für eine Verbesserung der Situation an der Grundschule am Schleipfuhl und bin auch Mitglied im Förderverein der Schule. Die zur Erteilung der Baugenehmigung der MEB für die Grundschule am Schleipfuhl nötigen Prozesse erfordern ein gutes halbes Jahr – Zeit, in der parallel keine weiteren Prozesse ablaufen können. Das muss schneller gehen! Ich erwarte vom bezirklichen Bauamt ein pragmatisches und effizientes Prozessmanagement. Was in anderen Bezirken schnell geht, muss auch in Marzahn-Hellersdorf schnell gehen. Die Kinder und Lehrenden müssen so schnell wie möglich ordentliche Lernbedingungen bekommen und können nicht länger warten. Ich erwarte hier einen besonderen Einsatz der zuständigen Bezirksstadträtin Juliane Witt.