MobG XI: Was bewegt sich beim Ausbau des ÖPNV?

In der Fragereihe zur Umsetzung des Mobilitätsgesetzes darf auch der ÖPNV nicht zu kurz kommen. Denn dieser ist – neben Fussverkehr, Fahrradverkehr, Wirtschafts- und Autoverkehr – ein wichtiger Faktor für eine echte Mobilitätswende. Nur mit einem attraktiven, bezahlbaren und pünktlichen ÖPNV wird es gelingen, dass mehr Menschen den Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Tram wagen. Zur Wahrheit wird aber auch dazugehören: Autos werden auch zukünftig zu einer Großstadt zählen, wie Hochhäuser, Grünanlagen und tolle Cafés und Restaurants. Vielleicht ändert sich das Eigentumsverhalten bei Autos eines Tages wie bei Musik: Es wird nicht mehr gekauft, sondern geliehen. Aber bis es soweit ist, ist der ÖPNV ein wichtiger Mobilitätspartner. Und da schauen wir doch mal, was die Verkehrsverwaltung dazu zu sagen hat (PDF).

  • für besseren Fahrkomfort und dichte Taktfolgen sind in den nächsten Jahren allein 33 Maßnahmen der Grunderneuerung geplant,
  • zur Barrierefreiheit (z.B. Aufzüge und Blindenleitstreifen) sind 17 Maßnahmen geplant,
  • neue Zugangsmöglichkeiten sind an 3 Bahnhöfen vorgesehen,
  • es wird 3 Neubaustrecken geben (U5, S21, Tram Adlershof)
  • das Durchschnittsalter der 1290 U-Bahnwagen liegt bei 27 Jahren, die geplante Nutzungsdauer liegt bei 35 – 40 Jahren,
  • die S-Bahnflotte besteht derzeit aus 650 Viertelzügen, dass entspricht 1300 S-Bahn-Wagen,
  • die BVG hat 371 Trams auf der Schiene, derzeit läuft eine Ausschreibung zur Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge
  • derzeit gibt es 58 Elktrobusse bei der BVG, aber 1410 Diesel-Busse. Letztere müssen bis 2030 nach dem Mobilitätsgesetz auf alternative Antriebsart (§ 26 Abs. 9 MobG) umgestellt sein.

Die SPD-Fraktion fordert zudem völlig zutreffend den Bau neuer U-Bahnlinien für Berlin, damit viele Menschen schnell von A nach B fahren können, so u.a. auch eine neue Linie nach Marzahn (siehe Blog-Beitrag).

Meine Anfrage zum Nachlesen als PDF.