Kein Ausbau von Park-and-Ride-Flächen in Berlin

Ende Januar hat die SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses im Rahmen ihrer jährlichen Klausurtagung eine Resolution rund um das Thema Klimaschutz verabschiedet (mehr dazu hier). Unter anderem fordern die Abgeordneten, Park-and-Ride-Anlagen (P+R) an Bahnhöfen und Bushaltestellen auszuweiten. Dies soll die Fahrt der Pendlerinnen und Pendler aus den Außenbezirken in die Innenstadt erleichtern. Gleichzeitig haben ausgeweitete P+R-Flächen das Potenzial, Teile des Individualverkehrs auf den öffentlichen Personenverkehr zu verlagern und so die Verkehrswende unterstützen.

Mich haben in der Vergangenheit zahlreiche Bürgeranfragen zu diesem Thema erreicht. Die Bürgerinnen und Bürgerinnen wünschten sich insbesondere dezidierte P+R-Flächen am Kaulsdorfer S-Bahnhof, um dort im Anschluss z.B. in die S-Bahn-Linie S5 umsteigen zu können. Darum habe ich mich nun an den Senat gewandt (PDF-Datei), um herauszufinden, ob es Planungen gibt, auf dem Gelände des alten Kaulsdorfer Güterbahnhofs am Wilhelmsmühlenweg eben solche Parkmöglichkeiten zu errichten.

In seiner Antwort hat der Senat nun vermerkt, dass P+R-Anlagen zwar generell das Potenzial haben, den Pendelverkehr auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern. Dies habe allerdings keine Priorität. Hierzu hatte ich auch den an mich herangetragenen Bürgerwunsch an den Senat weitergegeben, am alten Kaulsdorfer Güterbahnhof eine P+R-Anlage zu errichten. Gemäß der Antwort des Senats wird dies jedoch zunächst kein Teil des Bebauungsplans für die Fläche.

In meinen Augen gehen die Bemühungen des Senats nicht weit genug. Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich Park-and-Ride-Flächen, auch bei mir im Wahlkreis in Kaulsdorf. Aber auch für Pendlerinnen und Pendler aus dem Umland sind Park-und-Ride-Flächen eine gute Möglichkeit, um in die Innenstadt die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen und ihr Auto auf dem Parkplatz am S-Bahnhof stehen zu lassen. Dadurch gäbe es weniger Stau in der Innenstadt und weniger Emissionen. Darum ist es wichtig, P+R-Anlagen auszubauen – nicht nur in Kaulsdorf, sondern in ganz Berlin!