Interview von Sven Kohlmeier zu Mobilität in den Außenbezirken

In einem Interview mit der Berliner Zeitung (Foto) und dem Berliner Kurier (Link) kritisierte der Kaulsdorfer Abgeordnete Sven Kohlmeier, dass sich die Berliner Politik zu stark auf die City-Bereiche fokussiert. Gerade bei der Mobilität oder dem Wohnungsbau gibt es mittlerweile eine deutliche Kluft zwischen City- und Außenbezirke. Als Beispiele nannte Kohlmeier, dass es bisher keine pollergeschützten Radstreifen in Marzahn-Hellersdorf gibt, keine Radschnellverbindung wie z.B. an der Landsberger Allee oder entlang der U5 und Sharing-Angebote wie Leihfahrräder oder Car-Sharing oft nur in im Innenstadtring genutzt werden dürfen. Beim Wohnungsbau kritisierte Kohlmeier, dass innenstädtische Flächen z.B. am Tempelhofer Rand nicht genutzt würden und auch das Vorkaufsrecht durch Bezirke bei Verkäufen von Häusern nur in den Innenstadtbezirken genutzt werden kann. Das Interview erschien genau zum 1-jährigen Bestehen des Berliner Mobilitätsgesetzes, an dem Sven Kohlmeier wesentlich mitgearbeitet hatte (Blog-Beitrag).Sven Kohlmeier: „Wir müssen aufpassen, dass zwischen Innenstadt und Außenbezirken keine Kluft entsteht. Die Menschen in den Außenbezirken sind auf sichere und pünktliche Mobilitätsangebote angewiesen, sowohl mit dem ÖPNV, aber auch mit dem Fahrrad und dem Auto. Es geht nicht, dass es Vorzeigeradwege in der City gibt, aber in Marzahn-Hellersdorf Radfahren zu einem tödlichen Abenteuer z.B. auf der Märkischen Allee oder der Landsberger Alle wird.“

Bei Twitter gab es viel Zustimmung zu dem Beitrag von Kohlmeier, aber auch eine heftige Diskussion der Nutzer (Twitter-Beitrag).