Ein Herbst ohne S-Bahn in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg?

Im Herbst dieses Jahres werden auf der Strecke der S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 Bauarbeiten stattfinden, wegen derer es zu Streckensperrungen kommen wird. So werden in der Zeit vom 26. August bis zum 4. Oktober die S-Bahn-Gleise zwischen den S-Bahnhöfen Springpfuhl und Wartenberg saniert und Arbeiten am Stellwerk Biesdorfer Kreuz durchgeführt. Im Anschluss soll die Sperrung bis einschließlich dem 14. November bis zum Nöldnerplatz ausgeweitet werden.

Doch das große Chaos wird vermutlich ausbleiben. Das geht aus einer Anfrage des Kaulsdorfer SPD-Abgeordneten Sven Kohlmeier an den Senat hervor (PDF Anfrage). Zwar antizipieren die BVG und die DB AG erhebliche Einschränkungen im ÖPNV durch die Sperrungen entlang der drei S-Bahn-Linien, jedoch werden durch die bisherigen Planungen zum Ersatzverkehr die Auswirkungen auf die Fahrgäste gering gehalten. So sollen zur Entlastung vermehrt Regionalbahnen der Linien RB25 und RB26 eingesetzt werden, und die S-Bahn-Linie S5 ab Ostkreuz nach Friedrichshagen abgeleitet werden, um die Mobilität der Fahrgäste der S5 zwischen Kaulsdorf und Neuenhagen weiterhin zu gewährleisten. Darüber hinaus werden ausgewählte BVG-Linien durch zusätzliche Fahrten verstärkt. Zusätzlich soll ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen den Bedarf abfangen, für deren zügiges Vorankommen im Straßenverkehr zusätzliche, temporäre Busspuren eingerichtet werden sollen. Auch eine Kulanzregelung zur Gültigkeit der Fahrkarten der verschiedenen Anbieter wird es geben. Weitere Informationen zum Ersatzkonzept während der Bauarbeiten verspricht die BVG in den kommenden Wochen.

Sven Kohlmeier: „Die Planungen von zusätzlichen Fahrten, Busspuren und Kulanzregelungen mildern die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste ab. Ich hoffe, dass die Bauarbeiten pünktlich zum Abschluss gebracht werden, um so den Osten der Stadt wieder wie gewohnt an das ÖPNV-Netz anzubinden. Der einzige Wermutstropfen ist, dass für Fahrradfahrer eine Mitnahme von Fahrrädern während des Schienenersatzverkehrs nicht vorgesehen ist.“