Coronavirus in Berlin: weitere Einschränkungen werden erwartet

(17.03.2020) Auch in den nächsten Tagen wird es weitere Einschränkungen wegen des Coronavirus‘ in Berlin geben. Die Zahl der bestätigten Infizierten in Berlin steigt weiterhin und liegt aktuell bei 332. Um weitere Ansteckungen so gut wie möglich zu verhindern, haben gestern die Bundesregierung und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder Leitlinien zu Corona erlassen (Pressemitteilung vom 16.03.2020). Die Leitlinien ergänzen die bisherigen Einschränkungen (Blogbeitrag vom 16.03.2020) und sehen deutschlandweit Folgendes vor: 

Einzelhandel: 

Nicht geschlossen werden: Der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Für diese Bereiche wird das Sonntagsverkaufsverbot grundsätzlich aufgehoben. Die Öffnung erfolgt unter Auflagen u.a. zur Hygiene und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Freizeit:

Geschlossen werden (soweit nicht schon geschehen):  Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Outletcenter, Anbieter von Freizeitaktivitäten, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen, Prostitutionsstätten und Bordelle.

Die Vereinbarung sieht vor, dass auch Spielplätze geschlossen werden. Dies soll in Berlin allerdings zunächst nicht umgesetzt werden (Tagesspiegel-Artikel vom 17.03.2020)

Sportanlagen:

Geschlossen werden: sämtliche Sportanlagen inklusive Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen.

Bildung: 

Verboten sind: Treffen von Vereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich

Reisen: 

Verboten sind: Reisebusreisen. Auf Urlaubsreisen ins In- und Ausland soll verzichtet werden.

Religion:

Verboten sind: Zusammenkünfte  in Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderen Glaubensgemeinschaften.

Im Laufe des heutigen Tages wird der Berliner Senat außerdem entscheiden, ob er Shopping-Malls schließen wird, und Einschränkungen zu den Öffnungszeiten von Restaurants, sowie zu Kundgebungen unter freiem Himmel mit mehr als 50 Teilnehmern implementieren wird.

Bei all den Einschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens gibt es auch Lichtblicke. So bietet zum Beispiel das vom Land geförderte Unternehmen „Nextbike“ ab heute seine Leihfahrräder 30 Minuten lang kostenlos an, damit die Berlinerinnen und Berliner, die auf den ÖPNV verzichten wollen, trotzdem mobil sein können (RBB-Beitrag vom 16.03.2020).

In diesem Sinne: Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

Ihr Sven Kohlmeier