Coronavirus in Berlin: Einschränkungen und Spielplätze

(18.03.2020) Am gestrigen Abend waren in Berlin 383 Fälle, in denen Berlinerinnen und Berliner sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, bestätigt worden. Ein paar der Leitlinien, die die Bundesregierung und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zu Corona verabschiedet hatten (Vereinbarung vom 16.03.2020) wurden nun in Berlin teilweise gelockert.

Im Allgemeinen setzt der Senat den Großteil der Leitlinien um, auf die sich Bund und Länder verständigt haben. So sollen weiterhin alle Geschäfte geschlossen bleiben, die keine Produkte und Services der Grundversorgung anbieten. Geöffnet bleiben dürfen weiterhin:

  • Lebensmittelläden
  • Apotheken und Drogerien
  • Banken
  • Friseure
  • Zeitungs- und Buchläden
  • Tier, Bau- und Gartenmärkte
  • Tankstellen und Fahrradläden
  • Handwerker
  • Bestattungsunternehmen

Das Sonntagsverkaufsverbot wird für den Verkauf von Lebensmitteln aufgehoben. Im Gegensatz zu den Plänen der Bundesregierung werden in Berlin jedoch keine Spielplätze, Zoos und Tierparks geschlossen. Eine weitere Ausnahmeregelung könnte es auch  für Badeanstalten, Sportstätten und Sportbetrieb geben, welche in besonders begründeten Einzelfällen durch schriftliche Genehmigung der Senatsverwaltung öffnen dürften (Pressemitteilung vom 17.03.2020).

Das Tempelhofer Feld wird ebenso offen bleiben wie Parks und Spielplätze. Gerade bei Spielplätzen gibt es eine Diskussion, ob diese nicht doch geschlossen werden müssen. Auf der einen Seite sollen Kinder und Eltern – die meisten haben keinen Garten zum spielen – mal aus der Wohnung rauskommen. Auf der anderen Seite wird der Virus durch die vielen und engen Kontakte auf den Spielplätzen breit und unkontrolliert verbreitet. Dann werden Eltern und Großeltern angesteckt,  und insbesondere letztere und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Einige Bezirke (Marzahn-Hellersdorf, Mitte) haben deshalb die bezirklichen Spielplätze geschlossen.

Ich finde: Kinder müssen und sollen draußen spielen, aber das muss nicht auf einem Spielplatz sein. Die Übertragungsgefahr ist einfach zu groß. Es ergibt keinen Sinn, für einen kurzfristigen Freizeitspaß seine Eltern und Großeltern zu gefährden. Deshalb: Geht raus, spielt, aber haltet bitte Abstand zu anderen Kindern und Familien (empfohlen wird ein Abstand von 1,5 – 2 Metern). So schwer es fällt, es ist für unsere und Eure Gesundheit!