Coronavirus in Berlin: 600 Millionen Euro Soforthilfen für die Wirtschaft

(20.03.2020) Das Coronavirus hat die weltweite Wirtschaft fest im Griff. Wenn Lieferketten unterbrochen sind, Angestellte nicht arbeiten können oder dürfen, Veranstaltungen abgesagt werden müssen oder Produkte nicht verkauft werden können, stehen viele Unternehmen und Selbstständige vor dem Ruin. Damit die Berliner Wirtschaft das Coronavirus übersteht, hat der Senat gestern beschlossen, Unternehmen, Freiberuflerinnen und Freiberufler, sowie Selbstständige mit 600 Millionen Euro Soforthilfen unterstützen.

Das Landesprogramm „Soforthilfe I“ soll Unternehmen schnell und unbürokratisch unterstützen (Pressemitteilung I vom 19.03.2020). Darum hat der Senat beschlossen, den Liquiditätsfonds der IBB für kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu öffnen. Dies gilt auch für z.B. Clubs und Restaurants. Die Förderhöchstgrenze beträgt 500.000,00 €. Mehr Informationen zum Fonds der IBB sind auf der Website der IBB zu finden.  Weiterhin können Unternehmen Steuerforderungen ggf. sogar zinslos stunden.

Außerdem werden 100 Millionen Euro der Soforthilfen für Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler reserviert (Pressemitteilung II vom 19.03.2020). Das  Landesprogramm „Soforthilfe II“ fokussiert hier Kleinunternehmen mit maximal fünf Beschäftigten, Freiberuflerinnen und Freiberufler, sowie Soloselbstständige aus Bereichen wie Gesundheit, Handel und Dienstleistung, Jugend und Bildung, Kultur, Soziales, Sport und Tourismus.

Das Coronavirus stellt uns vor zahlreiche Aufgaben: sozial, politisch und ökonomisch. Ich finde es notwendig, der Berliner Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Insbesondere die Soloselbstständigen und Kleinunternehmen prägen die Berliner Wirtschaft und wir tun gut daran, deren Existenz so gut wie möglich zu sichern! Berlin steht zusammen – let’s flatten the curve!