Berlins ÖPNV: Rückgang an Straftaten in Berlins U-Bahnen

Viele Berlinerinnen und Berliner nutzen täglich den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Insbesondere die U-Bahnen sind hierbei essentiell für das Pendeln zum Beispiel von Zuhause zum Arbeitsplatz. Leider kommt es trotz Sicherheitsvorkehrungen durch z.B. Videoüberwachung und Sicherheitspersonal an allen U-Bahnhöfen zu diversen Gewalt- und Straftaten. Wie sich das Vorkommen diverser Straftaten an den unterschiedlichen U-Bahnhöfen entwickelt hat, habe ich nun im Rahmen einer schriftlichen Anfrage an den Senat erfahren.

Demzufolge ist die Anzahl der Straftaten im Vergleich von 2017 auf 2018 gesunken: gab es 2017 noch insgesamt über 10.500 Straftaten, ist diese Zahl 2018 auf etwa 9.000 gesunken. Hierzu zählen unter anderem Beleidigung, Körperverletzung, Nötigung, Raub, Diebstahl und Sexualdelikte. Generell gilt, dass lediglich gemeldete Straftaten in dieser Statistik auftauchen; bringen Geschädigte eine Straftat nicht zur Anzeige, wird diese Straftat in der Statistik nicht wiedergegeben. Leider kam es 2018 (155) häufiger zu Sexualdelikten als noch 2017 (123). Die Tendenz bei Tatbeständen wie Körperverletzung (1.710), Sachbeschädigung (1.908) und Diebstahl (4.709) ist jedoch im Vergleich zu 2017 zurückgehend.

Ich freue mich, dass auch die Straftaten in meinem Wahlkreis zurückgegangen sind. Zwar ist die Anzahl der Sachbeschädigungen am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord von 2017 (40) auf 2018 (53) gestiegen, doch im Allgemeinen ist auch hier eine positive Entwicklung zu betrachten. Insbesondere am U-Bahnhof Kienberg ist ein deutlicher Rückgang von insgesamt 35 auf 11 Straftaten zu verzeichnen, der insbesondere durch einen Verringerung von Körperverletzungen und Sachbeschädigung zu begründen ist.

Den Grund für den allgemeinen Rückgang der Kriminalität an den Berliner U-Bahnhöfen sehe ich in den implementierten Sicherheitsvorkehrungen. Die Maßnahmen der Polizei und der BVG zeigen Wirkung. Um die Sicherheit weiter zu verbessern, benötigen wir daher wieder festes Personal an den Bahnhöfen, sowie Videoüberwachung an Bahnhöfen und deren Umfeld. Das Ziel ist es, die Gewaltvorfälle im ÖPNV deutlich zu reduzieren!