Austrocknung der Wuhle – Senat bleibt planlos

Seitdem das Klärwerk Falkenberg 2003 stillgelegt wurde, welches bis zu dem Zeitpunkt in großen Teilen die Wuhle gespeist hatte, hat sich der Wasserstand des Flusses deutlich reduziert. Abschnittsweise lag die Wuhle sogar komplett trocken. Welche Maßnahmen durch die Senatsverwaltung ergriffen wurden, um das Austrocknen zu verhindern, habe ich nun im Rahmen einer schriftlichen Anfrage erfragt (PDF-Datei).

Laut Antwort des Senats gab es zwischen 2006 und 2008 eine Kooperation zwischen Senat und diversen ehrenamtlichen Naturschutzorganisationen, um die Wuhle zu renaturieren. Im Zuge dessen wurden unter anderem die Gewässersohle teilweise angehoben und technische Einbauten zurückgebaut. Im Kontext der Internationalen Gartenausstellung 2017 wurde zudem im Bereich des Wuhleteichs eine Flachwasserzone mit Röhrichtpflanzung errichtet.

Trotz der bisher ergriffenen Maßnahmen ist der Wasserstand der Wuhle weiterhin besorgniserregend. Nach Angaben des Senats kommt es in niederschlagsarmen Sommern im Oberlauf der Wuhle sogar zur Austrocknung. Deswegen berichtet der Senat, dass die Wuhle „derzeit nur einen ‚unbefriedigenden‘ ökologischen Zustand erreicht“.

Die Maßnahmen, um die Qualitätsziele nach europäischer Wasserrahmenrichtlinie für die Wuhle zu erreichen, sind bekannt. Der Senat befindet sich in der Planungsphase, wie er weiter vorgehen möchte. Das Problem der Wasserarmut besteht also mittelfristig weiter, während der Senat planlos wirkt.