„Alexwache“ stärkt das Sicherheitsempfinden – auch andere Standorte möglich

Seit dem 15. Dezember 2017 befindet sich am Alexanderplatz eine Kombiwache der Polizei, in der rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Polizei ansprechbar sind. Zudem hat die Bundespolizei und das Ordnungsamt Mitte dort Arbeitsplätze. Zu den Erfahrungen bezüglich der „Alexwache“ habe ich unlängst den Senat befragt (PDF-Datei). Laut Aussage des Senats wird die Alexwache von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und genutzt. Darüber hinaus stellt die Kombiwache ein nützliches Mittel zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Landes- und Bundespolizei, sowie dem Ordnungsamt dar.

Gab es 2017 noch insgesamt 7.500 gemeldete Straftaten, ist diese Zahl 2018 auf 6.767 Straftaten gesunken. Bei einigen Straftaten ist jedoch ein Anstieg zu verzeichnen. Die Anzahl der Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- bzw. Freizügigkeitsgesetz ist beispielsweise in besagtem Zeitraum von 81 auf 141 gestiegen. Hier gilt es jedoch zu bedenken, dass dieser Anstieg auch aufgrund einer engmaschigeren Kontrolle zu verzeichnen sein kann und solche Straftaten zuvor nicht entdeckt wurden. Um statistisch verlässliche Aussagen über die Entwicklung der Kriminalität am Alexanderplatz treffen zu können, werden die Daten mehrerer Jahre benötigt.

Bei der Betrachtung der Veränderung der Anzahl der Straftaten sind insbesondere die durch den Senat genannten Zahlen zu Diebstahl, sowie Sexual- und anderweitigen Gewaltstraftaten von Relevanz, da diese im Gegensatz zu beispielsweise Tatbeständen wie dem Erschleichen von Beförderungsleistungen überwiegend auf der Fläche des Alexanderplatz und damit im Einsatzgebiet der Einsatzkräfte stattgefunden haben. Im Vergleich von 2017 auf 2018 ist die Anzahl der genannten Delikte mit wenigen Ausnahmen rückläufig. Unter anderem ist ein starker Rückgang von Rohheitsdelikten wie Körperverletzung, Nötigung und Raub zu verzeichnen. Gab es 2017 noch knapp 800 angezeigte Bestände der Körperverletzung, betrug diese Zahl 2018 nur noch gut 550. Dies entspricht einem Rückgang um mehr als 30%. Die Anzahl der Raubdelikte hat sich des Weiteren mehr als halbiert.

Grundsätzlich lässt sich also aufgrund der vom Senat mitgeteilten Daten eine positive Entwicklung der Straftatenbelastung am Alexanderplatz erkennen. Dies ist neben der Existenz der Alexwache zudem auf zusätzliche Einsatzkräfte verschiedener Dienststellen der Polizei, der Ermittlungsgruppe Alex, sowie der mobilen Videotechnik zurückzuführen. Die Präsenz der Dienstkräfte sorgt laut Aussage des Senats zu einer Stärkung des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung. Ich freue mich, dass die Alexwache damit ihrer Aufgabe gerecht wird, für mehr Sicherheit am Kriminalitätsschwerpunkt zu sorgen. Sie zeigt auch, dass wir zentrale Orte der Stadt nicht den Kriminellen überlassen. Das Konzept kann ich mir auch an anderen Orten vorstellen, z.B. an der Warschauer Straße. Allen Beamtinnen und Beamten im Einsatz wünsche ich allzeit eine sichere Schicht.