Förderung für Einbruchschutz 2018 jetzt beantragen

StadtteiltagFür 2018 hat der Bund wieder Fördermittel für sogenannte kriminalpräventive Maßnahmen diesmal in Höhe von 50 Mio. EUR bereitgestellt. Die Mindestinvestitionssumme für Einbruchschutzmaßnahmen von 500 Euro wurde dabei erfreulicherweise beibehalten. Somit können auch Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter, die nur in überschaubarer Größenordnung in Sicherheit investieren können oder wollen, eine Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Die ersten 1000 Euro der Kosten werden im Rahmen des Förderprogramms mit 20 Prozent bezuschusst und für darüber hinausgehende Beträge gibt es zehn Prozent dazu. Wenn man also beispielsweise 2500 Euro in zusätzliche Sicherheit am Haus investiert, erhält man 350 Euro vom Staat zurück (200 Euro für die ersten 1000 und 150 Euro für die folgenden 1500).

Wichtig ist dabei, den Antrag unbedingt vor Beginn der Maßnahme zu stellen und mit der Durchführung einen Fachbetrieb zu beauftragen, denn erst nach Vorlage der Rechnung zahlt die KfW. Der maximale Zuschuss beträgt 1600 Euro für Maßnahmen in einer Größenordnung von 15.000 Euro pro Wohneinheit. Einen Antrag stellen können sowohl Eigentümer wie auch Mieter. Letzteren empfiehlt die KfW mit dem jeweiligen Vermieter ein Modernisierungsvereinbarung zu treffen.

Der Innen- und Rechtspolitiker Sven Kohlmeier informiert sich im Polizeiabschnitt in Kaulsdorf regelmäßig unter anderem auch über die Entwicklung der Einbruchskriminalität im Kiez. Die Siedlungsgebiete waren davon in der Vergangenheit besonders betroffen. Die Zahlen bei Einbruchsdelikten sind mittlerweile zwar wieder rückläufig, was mit der erfolgreichen Polizeiarbeit vor Ort und auf besseren Einbruchschutz zurückgeführt werden kann. Ein Grund zur Entwarnung besteht aus Sicht von Sven Kohlmeier allerdings nicht, und er sieht sich in seiner Haltung aktuell wieder durch Berichte in den sozialen Medien bestätigt. Erst am letzten Wochenende wurde dort wieder ganz konkret vor der Masche einer Einbrecherbande in Kaulsdorf gewarnt.

Sven Kohlmeier: Wer sein Haus oder seine Wohnung sichert, schützt sich damit am besten vor Einbrechern. Das Angebot der Kreditanstalt ist eine gute Möglichkeit, um Einbruchschutzmaßnahmen jetzt in Angriff zu nehmen. Auch in diesem Jahr gilt wieder das „Windhund-Prinzip“: Nur wer die Förderung rechtzeitig beantragt, bekommt diese auch. Eine Antragstellung im KfW-Zuschussportal ist möglich, solange die Fördermittel nicht aufgebraucht sind. Sollten Sie konkrete Maßnahmen planen, empfehle ich daher eine zeitnahe Antragstellung und Umsetzung.“

Ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Internetseite www.kfw.de/einbruchschutz zu finden.

Kostenfreie und neutrale Beratung zum Thema Einbruchschutz bieten übrigens die Fachberater der Beratungsstelle beim Landeskriminalamt. Man kann sich dort telefonisch, per E-Mail oder direkt in der Beratungsstelle ohne Terminvergabe informieren. Ausserdem besteht die Möglichkeit einer Vor-Ort-Beratung für Bewohner von Einfamilienhäusern, Erdgeschoss- und Dachgeschosswohnungen sowie für Gewerbebetriebe, z. B. Büros, Praxen, Ladengeschäfte, Werkstätten. Die Beratungsstelle Einbruchschutz ist zu finden am Platz der Luftbrücke 5, Tel. (030) 4664 – 979999, mail einbruchschutz@polizei.berlin.de und ist geöffnet Montag 10-18 Uhr und Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 15 Uhr.