28. September 2021

Auf Wiedersehen und herzlichen dank

Liebe Nachbarn in Kaulsdorf und Hellersdorf,

am 26. September 2021 wurde das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Ich bin nicht mehr angetreten und somit auch nicht mehr ihr Abgeordneter für diesen Wahlkreis. Sie werden deshalb auf dieser Seite ab dem 27. September keine Neuigkeiten mehr von mir lesen. Bis zum 3. November können Sie mich noch über meine E-Mail Adresse kontakt@liebling-kaulsdorf.de erreichen. Am 4. November wird meine Webseite und meine E-Mail-Adresse vom Netz genommen.

Am 26. September wurde Jan Lehmann ins Abgeordnetenhaus gewählt. Jan Lehmann ist einer von hier und wird für Sie nun der Ansprechpartner der SPD in diesen Wahlkreis sein. Sie erreichen Ihn bereits jetzt über seine Webseite.

Danke, dass ich für Sie 15 Jahre etwas bewegen dürfte.

Ihr Sven Kohlmeier

 

13. September 2021

Auf in die letzte Woche: Letzte Rede im Parlament

Nach 15 Jahren im Berliner Abgeordnetenhaus kandidiere ich am 26.09. nicht mehr für das Abgeordnetenhaus (Blog-Beitrag). Die Arbeit ging bis zum Schluss weiter, so haben wir die Befreiung von der Hundesteuer für Rentner und Tierheim noch beschlossen (siehe BZ Berlin), wie auch diverse Justizgesetze noch beschlossen (Pressemitteilung). Die letzte Plenarsitzung findet am 16.09. statt, meine „voraussichtlich letzte Rede“ war am 2.9. – reinschauen 😉

Ich danke Ihnen allen für das Vertrauen, die Zusammenarbeit und die Ehre, im Abgeordnetenhaus zu arbeiten und zu dienen.

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16. August 2021

Kohlmeier: Grundrechte können nicht mehr allein mit dem Kriterium der Inzidenz eingeschränkt werden

Nachfolgend eine gemeinsame Presseerklärung von Sven Kohlmeier (rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion), Jan Lehmann (Kandidat für das Abgeordnetenhaus, Jurist) und Luise Lehmann (Kandidatin für das Abgeordnetenhaus, Ärztin):

Sven Kohlmeier, Jan Lehmann und Luise Lehmann fordern zügige Entwicklung eines neuen Indikatoren-Tableaus, um auf veränderte Corona-Lage zu reagieren„Grundrechte können nicht mehr allein mit dem Kriterium der Inzidenz eingeschränkt werden.“

Angesichts der deutlich gestiegenen Impfzahlen gegen Covid-19 und der damit veränderten pandemiepolitischen Lage fordern die Abgeordnetenaus-Kandidaten Jan Lehmann und Luise Lehmann eine ehrliche Debatte und einheitliche Regelungen. Der Abgeordnete Sven Kohlmeier unterstreicht, dass Grundrechtseinschränkungen immer gut begründet werden müssen und dass die Inzidenz angesichts ihrer schwindenden Aussagekraft nicht mehr als Kriterium allein herangezogen werden kann. In Deutschland drohe ein Flickenteppich an Regelungen, da Bund und Länder sich nicht einigen. Wahltaktische Überlegungen könnten nicht über Anpassungen bei den Grundrechtseinschränkungen gestellt werden.

 Sven Kohlmeier, Kaulsdorfer Abgeordneter und rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir wissen heute mehr über den Umgang mit dem Virus. Deshalb können Inzidenz-Zahlen keinesfalls das einzige Kriterium sein, Grundrechte in dem Umfang einzuschränken. Wir müssen zu einem anderen Maßstab mit weniger Grundrechtseinschränkungen kommen.“ Für viele Bürgerinnen und Bürger und auch Schülerinnen und Schüler werden verschiedene Beschränkungen immer schwerer nachvollziehbar – und letztlich sei auch die Wirtschaft weiter erheblich getroffen – und mit ihr die Perspektive für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Jan Lehmann, SPD-Kandidat für das Abgeordnetenhaus für Kaulsdorf und Hellersdorf:

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4. Juli 2021

Plagiat oder Mittelfinger? Nix bewegt sich beim Mobilitätsgesetz (MobG I)

Schon traditionell fragt der Kaulsdorfer Abgeordnete Sven Kohlmeier jährlich die Umsetzung des Mobilitätsgesetzes ab (Tagesspiegel: Sven Kohlmeier nervt die Grünen). Start ist widerrum die gleichwertige Mobilität zwischen der City und den Außenbezirken. Dies hatte Sven Kohlmeier während der Verhandlungen beim Mobiliätsgesetz 2018 in das Gesetz geschrieben (Blog-Beitrag). Passiert ist 3 Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes aber wenig, wie sich aus der Antwort der Verkehrsverwaltung ergibt: 50% des Textes sind von der Antwort vom letzten Jahr abgeschrieben, im übrigen besteht die Antwort aus: „Aufschlüsselung ist nicht möglich“ oder „Abstimmungen laufen derzeit“ … auch so kann eine Verwaltung zeigen, wie Ernst sie es mit den Abgeordneten-Auskunfts-Rechten nimmt…nämlich offenbar überhaupt nicht. Der Verkehrssicherheit und Verkehrswende ist damit leider nicht geholfen …

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25. Juni 2021

Verkehrssicherheit nur in Sonntagsreden

Immer wieder gibt es schwere Unfälle zwischen Auto- und Radfahrenden im Kreuzungsbereich von Straßen. Deshalb sollen Unfallquellen durch die Umgestaltung von Kreuzungen und Ampelanlagen auch in den Außenbezirken vermieden werden. So kritisierte der örtliche ADFC, dass auch die Kreuzung Blumberger Damm/Mehrower Allee keine Radverkehrsführung hat.

Sven Kohlmeier: „Viele Kinder fahren täglich mit dem Fahrrad zur Schule. Gerade deshalb ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Nähe von Schulen besonders bedeutsam. An der Kreuzung Blumberger Damm/Mehrower Alle existieren zur Zeit weder Radweg noch Ampelschaltung für Radfahrende. Die derzeitige Gestaltung begünstigt besonders Rechtsabbiegeunfälle. Es hilft der Verkehrssicherheit wenig, wenn die Verkehrsverwaltung in Sonntagsreden Verkehrssicherheit predigt, aber am Ende des Tages der radsichere Umbau von Kreuzungsbereichen jahrelang dauert.

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20. März 2021

Berliner Abgeordnetenhaus will Transparenzgesetz beschließen

Seit 1999 gibt es das Informationsfreiheitsgesetz in Berlin. Berlin war das erste Bundesland das es seinen Bürgerinnen und Bürger ermöglicht, Informationen direkt von den Senatsverwaltungen und Bezirksverwaltungen zu erhalten. 2018 gab es über 8.000 Anfragen von Bürgerinnen und Bürger an die Bezirksverwaltungen und die Senatsverwaltungen, wie eine Anfrage von mir ergab. Die Koalition unter Führung der SPD hat sich zum Ziel gesetzt, dass das Informationsfreiheitsgesetz zu einem Transparenzgesetz weiterentwickelt wird. (mehr …)

14. März 2021

Neutralitätsgesetz: Ich war dann mal „politisch pinkeln“

„SPD-Abgeordnete gehen „politisch pinkeln“, so titelte der Tagesspiegel am 20.03.2021. Das kommt nicht ganz so häufig vor, dass Abgeordnete ganz bewusst nicht an Abstimmungen teilnehmen. Die Abstimmung über einen CDU-Antrag im Rechtsausschuss zur Neutralität bei den Berliner Gerichten (PDF) war für mich ein solcher Anlass – denn ich teile inhaltlich das Anliegen des Antrages. Hintergrund des Antrages war eine überraschende Entscheidung des Berliner Justizsenators Dirk Behrendt (Grüne) im letzten Jahr, Referendar:innen das Tragen religöser Symbole im Gerichtssaal zu ermöglichen. Für die SPD-Fraktion habe ich den Alleingang des Senators seinerzeit im Parlament deutlich kritisiert (siehe Video-Link unten). Zur Abstimmung im Rechtsausschuss war ich „politisch pinkel“, dass heißt, ganz bewusst nicht anwesend. So haben sich auch die SPD-Abgeordneten Tom Schreiber und Florian Dörstelmann entschieden. (mehr …)

25. Februar 2021

Geheimniskrämerei um ehemaliges Ärztehaus – Bezirk gibt keine Auskunft

In der Hellersdorfer Straße/Cecilienstraße war über lange Zeit ein Ärztehaus angesiedelt, welches in den vergangen Jahren leer stand immer mehr zum Schandfleck wurde. Dieser ist nun beseitigt, aber der Bezirk macht ein Geheimnis daraus, was auf dem Gelände nun entstehen wird. Ursprünglich sollten bis zu 800 Wohnungen entstehen. Informationen über das Bauvorhaben gab es für die Anwohner allerdings bisher noch nicht, deshalb habe ich bei dem Senat mal nachgefragt (PDF S18-26503) …

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13. Februar 2021

Aus dem Parlament: „Verschwörung: Die AfD deckt auf“

Sven Kohlmeier hat am 4.8.2020 erklärt, nicht erneut für das Abgeordnetenhaus zu kandidieren. Am 11.02.2021 hat das Berliner Abgeordnetenhaus eine Änderung des Berliner Landeswahlgesetzes beschlossen. Wegen der Pandemie gibt es Erleichterungen für Parteien zur Aufstellung von Kandidat:innen für das Abgeordnetenhaus und die BVVen. Die AfD wittert einer „Verschwörung“, aber schaut selbst:

Allen Parteien zur Berlin-Wahl am 26. September 2021 viel Erfolg … außer den Typen von der AfD 😉 (mehr …)

25. Januar 2021

Autofreie Friedrichstraße: Wahlkampfaktionismus ohne Plan oder kann das weg?

Kürzlich verkündete Berlins grüne Verkehrssenatorin, dass das Pilotprojekt der autofreien Friedrichstraße bis 31. Oktober 2021 verlängert wird. In der offiziellen Mitteilung der Verkehrsverwaltung heißt es: „Diese Entscheidung fiel nach Gesprächen mit Anrainern und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft sowie Beratungen auf Grundlage einer Auswertung der bisher vorliegenden Daten.“ und weiter: „Die Evaluation wird fortgesetzt, um die Datenbasis zu validieren.“ Von Mitte‘s Bürgermeister ist immerhin zu vernehmen, dass die Friedrichstraße wieder „Modestraße Nr. 1“ werden soll (www.berlin.de).

Wie kann man ein so spannendes Projekt nur dermaßen lieblos angehen? Schon der Start war holperig: Ursprünglich bereits im letzten Jahr geplant, musste der Start wegen „Corona“ in den August verschoben werden, nicht alle Anrainer waren glücklich darüber (Tagesspiegel). Der ursprünglich vorgesehene autofreie Bereich am „Checkpoint Charly“ fehlt ebenso, wie ein Weihnachtsmarkt (letzteres Corona bedingt). Statt dessen wird die Friedrichstraße nun durch einen „Radschnellweg“ durchschnitten, auf dem es sogar eine Tempobeschränkung für Radfahrer gibt. Kritik gab es dafür nicht nur von mir (Twitter). Schon fast vernichtend hatte sich der Ost-Berliner Architekt Wolf R. Eisentraut kürzlich geäußert. (mehr …)